Fernando Alonsos Bilanz beim Großen Preis von Mexiko-Stadt ist eine Geschichte von ungenutztem Potenzial und technischen Rückschlägen, die seine Fähigkeiten auf diesem einzigartigen Kurs selten voll zur Geltung kommen ließ. Mit insgesamt 9 Starts auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez hat der spanische Fahrer noch keinen Podestplatz erreicht, wobei sein bestes Ergebnis ein 9. Platz im Jahr 2021 mit dem Alpine F1 Team war. Diese Statistik, die sich über verschiedene Teams und Ären erstreckt, deutet auf eine wiederkehrende Herausforderung hin, die über reine Fahrerleistung hinausgeht.
Die Höhenlage von Mexiko-Stadt, die sich auf über 2.200 Meter über dem Meeresspiegel befindet, stellt für alle Teams eine signifikante technische Hürde dar. Die dünne Luft reduziert den Luftwiderstand, was hohe Geschwindigkeiten auf den Geraden ermöglicht, verringert aber gleichzeitig den Abtrieb, was das Auto in den Kurven instabiler macht. Zudem erschwert sie die Kühlung von Motor und Bremsen. Für einen Fahrer wie Alonso, der für seine präzise Fahrzeugkontrolle und sein Gespür für das Limit bekannt ist, könnte dies theoretisch von Vorteil sein, da es das fahrerische Können stärker in den Vordergrund rückt. Jedoch zeigt die offizielle Formel 1 Website, dass die komplexen aerodynamischen Kompromisse, die hier eingegangen werden müssen, oft zu unerwarteten Problemen führen.
Ein wiederkehrendes Muster in Alonsos Auftritten in Mexiko ist die Anfälligkeit für technische Ausfälle. Von seinen 9 Starts endeten 7 mit einem Ausfall (DNF), darunter solche aufgrund von Motorproblemen (2015, 2022), Wasserdruck (2018), Kollisionsschäden (2023) und sogar Bremsen (2024, 2025 – laut Daten, die zukunftsbezogene Einträge enthalten). Diese hohe DNF-Rate ist bemerkenswert und hat ihn konsequent daran gehindert, eine konstante Leistung über die Renndistanz zu zeigen oder wertvolle Punkte zu sammeln. Es ist eine Ironie, dass ein Fahrer, der für seine Fähigkeit bekannt ist, das Maximum aus jedem Paket herauszuholen, hier so oft durch Umstände außerhalb seiner Kontrolle behindert wurde.
Die Strecke selbst, eine permanente Anlage, kombiniert extrem schnelle Abschnitte mit dem ikonischen, langsamen und technischen Stadionbereich. Dies erfordert ein Auto, das sowohl auf Geraden als auch in engen Kurven performt – ein Balanceakt, der in der dünnen Luft besonders schwierig ist. Alonsos Stärke in den Bremszonen und sein Talent, auf Strecken mit geringem Grip das Auto zu managen, sind hier prinzipiell vorteilhaft. Die Herausforderung besteht jedoch darin, ein Auto zu haben, das diese Stärken auch umsetzen kann, ohne von den extremen Bedingungen überfordert zu werden. Die Wikipedia-Seite über die Formel 1 beschreibt die technischen Anforderungen an die Teams in der Formel 1, und Mexiko-Stadt ist oft ein Prüfstein für die Ingenieurskunst.
Mit Aston Martin hat Alonso in den letzten Saisons bewiesen, dass er auch im fortgeschrittenen Alter noch in der Lage ist, um Podestplätze zu kämpfen, wenn das Auto es zulässt. Die Zuverlässigkeit des AMR24/AMR25 und die Fähigkeit des Teams, die spezifischen Herausforderungen der Höhenlage zu meistern, werden entscheidend sein, um Alonsos unglückliche Serie in Mexiko-Stadt zu durchbrechen. Es bleibt abzuwarten, ob die Daten, wie die von Jolpica/Ergast für zukünftige Saisons, die für 2024 und 2025 weitere DNFs prognostizieren, eine Fortsetzung dieses Musters bedeuten, oder ob Alonso und Aston Martin einen Weg finden, diese technischen Hürden zu überwinden und endlich ein starkes Ergebnis auf dieser anspruchsvollen Strecke zu erzielen.
