Das BWT Alpine F1 Team, mit Wurzeln, die tief in der Formel-1-Geschichte von Renault verankert sind, steht an einem kritischen Scheideweg, da es sich auf eine neue Ära mit Mercedes-Antriebseinheiten ab 2026 vorbereitet. Diese strategische Neuausrichtung markiert das Ende einer langen Ära als Werksteam und läutet eine Phase der Anpassung und Neudefinition für den in Enstone ansässigen Rennstall ein.
Geschichte
Die Geschichte des Teams, das heute als BWT Alpine F1 Team bekannt ist, reicht weit zurück. Obwohl es unter dem Namen Alpine erst seit 2021 in der Formel 1 – offizielle Website antritt, ist es der direkte Nachfolger des Renault F1 Teams, das wiederum aus dem legendären Benetton-Team hervorging. In seinen verschiedenen Inkarnationen hat das Team zwei Konstrukteurstitel errungen, was seine historische Bedeutung unterstreicht. Seit der Umbenennung in Alpine hat der Rennstall in 119 Rennen einen Sieg und fünf Podiumsplätze erzielt und dabei insgesamt 552 Punkte gesammelt. Das erste Rennen unter dem Alpine-Banner war der Große Preis von Bahrain im Jahr 2021. Der Hauptsitz des Teams befindet sich in Enstone, Großbritannien, wo die Chassis entwickelt und gebaut werden.
Driving DNA
Die Identität von Alpine ist stark mit seiner französischen Herkunft und der Verbindung zur Marke Renault verbunden. Lange Zeit war das Team ein vollwertiges Werksteam, das sowohl Chassis als auch Antriebseinheiten entwickelte. Diese Ära der Eigenständigkeit wird jedoch 2026 enden, wenn das Team von Renault-Antriebseinheiten auf die Kundenmotoren von Mercedes umstellt. Dieser Schritt, der von Teamchef Oliver Oakes überwacht wird, ist eine Abkehr von der Tradition, birgt aber das Potenzial für eine Leistungssteigerung durch die Nutzung einer etablierten und erfolgreichen Power Unit. Die Herausforderung besteht darin, die Mercedes-Antriebseinheit nahtlos in das Enstone-Chassis zu integrieren und gleichzeitig die eigene Entwicklungsphilosophie beizubehalten, um im Wettbewerb der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft bestehen zu können.
Das 2026er Lineup
Für die Saison 2026 setzt Alpine auf eine Fahrerpaarung aus Pierre Gasly und Jack Doohan. Gasly, ein erfahrener Grand-Prix-Sieger, bringt wertvolle Erfahrung und Tempo mit, während Doohan, ein aufstrebendes Talent aus der Alpine-Akademie, frischen Wind und jugendlichen Elan in das Team bringen soll. Diese Kombination aus Erfahrung und jugendlichem Potenzial ist entscheidend, da das Team die Herausforderungen der neuen technischen Vorschriften für 2026 meistern muss. Die Daten der Jolpica/Ergast – 2026 Saisondaten werden zeigen, wie sich diese neue Ära für Alpine entwickelt. Die Erwartungen an diese Fahrer sind hoch, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung des neuen Fahrzeugkonzepts.
